DLR.innovationhub
Kick-Off Event
24.-25. November 2020

Seien Sie Teil der Innovationscommunity und freuen Sie sich auf renommierte Speaker.

Auf dem Event wollen wir gemeinsam auch unkonventionelle Ideen eine Chance geben und ausloten, bei denen etablierte Planungs-Techniken sowie klassische Marktmechanismen nicht wirken, da avisierte Märkte vielleicht noch nicht existieren und daher Ansätze zunächst durch exploratives Vorgehen erschlossen werden müssen. Mit dem Kick-off-Event wollen wir ein Cross Innovation Ecosystem für disruptive Innovationen aufbauen, das vom Ziel aller beteiligten Innovationspartner getragen wird, um gemeinsam Zukunftsanwendungen zu identifizieren, zu explorieren und zu entwickeln, um sie auf den Markt zu bringen. Machen Sie mit!

Veranstaltungsort

Eingang:
Linder Höhe, 51147 Köln

Gebäude 53 –
Casino auf dem Gelände des DLR in Köln-Wahn.

Programm

Unsere Vorankündigung lautete:
Freuen Sie sich am 24. November 2020 von 17:00 bis 21:30 Uhr auf inspirierende Impulsvorträge von

  • Rafael Laguna de la Vera (Direktor der Agentur für Sprunginnovationen, SprinD)
  • Dr. Michael Fübi (Vorstandsvorsitzender, TÜV Rheinland AG)
  • Prof. Dr. Esther Winther (Universität Duisburg-Essen)
  • Dr. Markus Schwaderlapp (Senior Vice President, Deutz AG)
  • Rainer Vehns (Gründer und Vorstand, codecentric)
  • Roby Stancel (Partner, Innovation and Technology, VCI, Cofounder der Design Thinking  Methode bei IDEO)

In den Workshops am 25. November 2020 von 09:00 bis 16:00 Uhr diskutieren wir gemeinsame Themen, Herausforderungen, kritische Erfolgsfaktoren und Innovationstreiber. Freuen Sie sich auf Inspirationen, Trends, die Generierung von neuen Initiativen, agile Workshops, ein starkes Netzwerk und einen Austausch unter Gleichgesinnten.

 

Speaker

Dr. Michael Fübi
Vorstandsvorsitzender, TÜV Rheinland AG

Als promovierter Ingenieur ist Dr.-Ing. Michael Fübi seit 2015 Vorstandsvorsitzender der TÜV Rheinland AG und seit 2018 zudem Vorsitzender des TÜV-Verbands (VdTÜV) und Präsident des TIC Councils, des neuen Weltverbands der Prüf, Verfizierungs- und Zertifizierungsbranche. Auch für den TÜV gilt das Vorantreiben von Innovationen und Umwelttechnologien als zentrales Anliegen.

Rafael Laguna de la Vera
Direktor der Agentur für Sprunginnovationen, SprinD

ist Direktor der Bundesagentur für Sprunginnovationen SprinD, die einen für Deutschland einmaligen Ansatz zur Förderung disruptiver Innovationen umsetzen soll. Die Agentur ist eine GmbH der Bundesrepublik Deutschland und soll in den kommenden 10 Jahren mit bis zu einer Milliarde Euro ausgestattet werden. Rafael Laguna ist seit über 30 Jahren als Unternehmer und Investor im Bereich Software erfolgreich. Seit 2008 leitet er als CEO die von ihm mitgegründete Open-Xchange AG. Das Unternehmen ist einer der Pioniere im Bereiche Software-as-a-Service und entwickelt mit mehr als 270 Mitarbeitern E-Mail- und Produktivitäts-Software für Unternehmen und Privatanwender.

Dr. Markus Schwaderlapp
Senior Vice President, Deutz AG

ist Senior Vice President Research & Development bei der DEUTZ AG. In seiner derzeitigen Position ist Dr. Schwaderlapp verantwortlich für Forschung und Entwicklung von Diesel- und Gasmotoren, Elektro- und Hybridantrieben sowie digitalen Lösungen. Vor DEUTZ war er 25 Jahre in verschiedenen Funktionen für die FEV GmbH in Aachen tätig. Die letzten 10 Jahre als Executive Vice President verantwortlich für Engineering weltweit und Vertrieb in Europa und Südamerika. Die Ausbildung von Dr. Schwaderlapp in Deutschland beinhaltete einen Master-Abschluss in Werkstofftechnik an der RWTH Aachen und einen Doktortitel (Dr. Ing.) In Maschinenbau an der RWTH Aachen.

Roby Stancel
Partner, Innovation and Technology, VCI, Cofounder der Design Thinking  Methode bei ID

Roby verbindet seit 25 Jahren die Räume des Designdenkens und der Geschäftsstrategie. Mit mehr als hundert Kunden in Dutzenden von Branchen ist er ein Pionier des Designdenkens, ein Vordenker und häufiger Redner über Innovation und die Verbindung von Unternehmens- und Start-up-Welt durch kulturelle Transformation und Ausrichtung, Risikokapital und die Quantifizierung des Innovationswerts für Dienstleistungen, Prozesse und Produkte, insbesondere komplexe, mit besonderer Expertise in allen Bereichen der Mobilität, Ressourcen und Energie.

Rainer Vehns
Gründer und Vorstand, codecentric

Als Gründer und Geschäftsführer des Softwareentwicklungs- und Technologieberatungsunternehmens codecentric AG ist Rainer Vehns unter anderem für das Vorantreiben der digitalen Innovationsagenda des Unternehmens verantwortlich.

Prof. Dr. Esther Winther
Universität Duisburg-Essen

Prof. Dr. Esther Winther ist geschäftsführende Direktorin des Instituts für Berufs- und Weiterbildung (IBW) der Fakultät für Bildungswissenschaften und leitet das Kompetenzzentrum für Innovation und Unternehmensgründung (IDE) an der Universität Duisburg-Essen.

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen vor allem in den Bereichen der empirischen Lehr-Lernforschung und hier insbesondere auf den Gebieten der psychometrischen Kompetenzmodellierung und -messung, der Entwicklung von Trainings- und Weiterbildungsprogrammen sowie der Konzeption innovativer und digitaler Lehr- und Lernszenarien für berufliche und betriebliche Handlungsfelder. Insbesondere im Rahmen europäischer Projekte erforscht sie Innovationspotentiale an der Schnittstelle von Universitäten und (regionalen) Ökosystemen.

Sie hat an verschiedenen internationalen (u.a. Stanford University, University of California, Berkeley, University of Tokio) und nationalen Universitäten (u.a. Georg-August-Universität Göttingen, Universität Paderborn) gelehrt und das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung, Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) geleitet. Als akkreditierter “Design Thinker” werden von ihr in der Lehre Innovationszyklen und -methoden, agiles Projektmanagement und Denkwerkzeuge als Grundlagen eines entrepreneurialen und intrapreneurialen Kompetenzerwerbs vermittelt.

Themeninseln

Wie und wo können Bürger*innen in gemeinsamen Innovationsaktivitäten von Wissenschaft und Wirtschaft eingebunden werden? Welche Mehrwerte können Bürger*innen in Innovationsprozessen schaffen?

Dank neuester Formen der digitale Informations- und Kommunikationsmittel steigen auch die Möglichkeiten Bürger an Forschungs- und Innovationsprozessen teilhaben zu lassen. Eine transparente Innovationskollaboration zwischen Bürgerschaften und Wissenschaft und Wirtschaft birgt hohe Innovationspotenziale und könnte maßgeblich helfen, wirtschaftlich tragfähige, wertschaffende und nachhaltige Lösungen für die Gesellschaft zu identifizieren und umzusetzen. Wir wollen geeignete Use Cases generieren und erproben bei denen Bürger eine tragende Rolle als Citizen Scientist bilden, z.B. als Citizen Sensor für die Gewinnung, Verarbeitung, Auswertung und Analyse erforderlicher Daten.
Daten über die Umwelt können somit täglich erfasst und der Wissenschaft, sowie für ein nachhaltiges Wirtschaften verfügbar gemacht werden.

Wie können Konzepte zur präskriptiven Instandhaltung aussehen, die Anwender in die Lage versetzen,

  • die anfallenden Datenmengen ihrer Anlagen handhaben,
  • die aktuellen Zustandsdaten auswerten,
  • entstehende Störereignisse identifizieren und
  • mit geeigneten Gegenmaßnahmen die zu erwartenden Konsequenzen für den Betrieb minimieren zu können?

Wie kann zudem der Implementierungsaufwand gering und die IT-Datensicherheit hoch gehalten werden?

Ob Windanlagen, Fahrzeugkomponenten, Landmaschinen oder Produktionsanlagen, dank des Einsatzes interner, vernetzter Sensoren sind sie in der Lage, selbst zu ermitteln, ob eine Komponente vor einer Fehlfunktion oder einem Ausfall steht. Der „Prescriptive Maintenance“ -Vision folgend, soll es in Zukunft möglich sein, dass für die betreffende Maschine – mit minimalen Auswirkungen für den Betrieb – die erkannten Probleme gelöst werden können. Das Ziel: Eine verbesserte Maschinen- und Anlagenverfügbarkeit sowie geringere Wartungs- und Servicekosten. Sensorik, Vernetzung und Integration gelten dabei als wichtigste Wegbereiter für die Fehlerdiagnose und -prognose. Ein erster Schritt dorthin beginnt mit einem intelligenten Monitoring der entsprechenden Anlagen und bedarf einer ganzheitlichen Betrachtung von Instandhaltung im Produktionsablauf.

Wie können wir Wertschöpfungsketten – „vom Acker bis auf den Teller“ neu denken und ökologisch nachhaltig gestalten?

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf rund neun Milliarden Menschen wachsen. Ausreichend Lebensmittel zu produzieren wird zur globalen Herausforderung. Zunehmende Wetterextreme wie Dürren und Überschwemmungen, begrenzte Anbauflächen und veränderte Ernährungsgewohnheiten sowie der hohe Wettbewerbsdruck machen diese Aufgabe noch anspruchsvoller. Landwirte müssen eine fortschreitend wachsende Weltbevölkerung ernähren – und dabei die knappen natürlichen Ressourcen bestmöglich schonen. Mit Sensoren im Stall und Drohnen auf dem Acker ist die digitale Revolution schon im vollen Gange. Automatisierung und Vernetzung, sowie intelligente Maschinen können Prozesse in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion vereinfachen und revolutionieren.

In welcher Form können neue Hightech-Materialien z.B. aus der Luft-und Raumfahrt im Maschinenbau, im Bauwesen, in der Medizintechnik oder im Sport- und Freizeitbereich smart eingesetzt werden?

Funktionale oder funktionsintegrierte Materialien sind in zahlreichen Branchen eine bedeutende Triebkraft für Innovationen. Typische Anwendungsbereiche sind beispielsweise im Mobilitätssektor zu finden. Aber auch der Maschinenbau, das Bauwesen, die Medizintechnik der Sport- und Freizeitbereich besitzen einen zunehmenden Bedarf an ultraleichten oder funktionalen Materialien. Werkstofflösungen mit offensichtlichen Nachhaltigkeitsqualitäten werden in Zukunft ergänzt um Lösungen mit smarten Funktionen. Enormes Potenzial besitzen ebenso Kombinationen mit digitalisierten Produkten und Anwendungen, die Ressourceneffizienz in verschiedenen Anwendungen enorm steigern können.

Wie sehen ökonomisch tragfähige Business Modelle aus, die frugale oder serviceorientierte Innovationen für humanitäre Hilfe liefern?

Naturkatastrophen, die Vertreibung von Menschen oder die Folgen des Klimawandels machen humanitäre Hilfen unabdingbar. Das Ziel ist es, den Hilfsorganisationen und den betroffenen Menschen qualitativ solide Lösungen zugänglich zu machen, die den größtmöglichen Nutzen zu den minimalen Kosten liefern: Frugale, also einfache und passgenaue Innovationen.  Gelingen kann das mit robusten, komplexitätsreduzierten und schlanken Innovationen. Kostenintensive Hightech-Lösungen müssen dazu radikal auf die wesentlichen Dinge reduziert, neu gedacht und konzipiert werden.

Die Anwender lassen sich durchaus nicht nur in den Entwicklungs- und Schwellenländern, sondern auch in den Käuferschichten der reifen Industrienationen finden.

Wie sieht unsere Fabrik der Zukunft aus wenn wir die Cradle2Cradle-Vision, also in kompletten (Produkt-)Kreisläufen zu denken, konsequent im Blick haben? Wie sehen dann unsere Produkte aus?

Keine Substanzen werden mehr für die Produktion und die Produkte verwendet, die weder die menschliche Gesundheit noch die Umwelt schädigen. Alle Materialien sind in kontinuierlichen natürlichen oder in geschlossenen technischen Kreisläufen integriert. In Zyklen werden gleiche Produkt reproduziert, ohne Verlust ihrer Integrität oder Qualität. Um diesen Ansatz automatisiert durchführen zu können und gleichzeitig Nachhaltigkeitspotenziale neuer Geschäftsmodelle über den gesamten Systemlebenszyklus zu erschließen, sind durchgängig digitale Modelle sinnvoll. So können Produkte nicht nur vor der Nutzungsphase effizient entwickelt und optimiert werden. Auch in der Nutzungsphase können „smarte“ Produkte kontinuierlich Informationen über sich selbst und ihre Umgebung erfassen, speichern und punktgenau kommunizieren, um z.B. rechtzeitig den Austausch eines defekten Moduls veranlassen zu können.

Wir sieht ein bedarfsorientiertes Mobilitätssystem für einen schnellen, sicheren, zuverlässigen, komfortablen und umweltgerechten Personenverkehr aus?

Die Kombination von bedarfsorientierten Mobilitätsangeboten mit dem öffentlichen Personennahverkehr wird einen wichtigen Beitrag für eine Mobilitätswende leisten. Shuttles, beispielsweise verknüpft mit dem Straßenbahnnetz, können perspektivisch automatisiert betrieben werden. Diese Kombination aus bedarfsorientierten Mobilitätsangeboten – inklusive Bike und Car Sharing – und der Automatisierung ist somit mit interessanten Geschäftspotenzialen verbunden.

Wie können Patienten*innen in Ihrem gewohnten und privatem Umfeld kostengünstig die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten und eine hohe Lebensqualität beibehalten?

Patienten wollen eine bessere Behandlung und mehr Lebensqualität. Intelligente Pillen, intelligente Spritzen, elektronische Gesundheitsversorgung usw. sind einige der häufigsten Arten von intelligenten Gesundheitsprodukten. Sie liefern zusammen mit der Telemedizin und Wearables mit größeren KI-Fähigkeiten  genaue Daten zu den Patienten und helfen, sie besser zu behandeln.

Digital und computergestützt rückt das smarte Krankenhaus den Menschen in den Mittelpunkt. Homecare Produkt werden zweifellos weiter zunehmen, da Patienten mehr Komfort und Kontrolle über ihren Gesundheitszustand suchen und Krankenhäuser das Einsparen von Ressourcen erzielen, indem sie Patienten andere, neue Wege zur Behandlung zur Verfügung stellen.

Welche Anwendungen und Einstiegszenarien sind denkbar um Wasserstoff Ecosysteme zu gestalten und schrittweise aufzubauen? Wie können Sie skaliert werden?

Wasserstoff kann über Brennstoffzellen die Mobilität befördern und künftig als Basis für synthetische Kraft- und Brennstoffe genutzt werden oder einen Beitrag zur Dekarbonisierung im Wärmemarkt leisten. Als Energiespeicher kann mit Wasserstoff angebotsorientiert und flexibel erneuerbare Energie gespeichert und für eine bedarfsgerechte Versorgung von Verbrauchern genutzt werden. Bislang sind wenige Wasserstofftankstellen verfügbar und auch die Herstellkosten des Wasserstoffs sind noch zu hoch.

Wie sehen innovative Werkzeuge, neue digitale Geschäftsmodelle und Wertschöpfungen in Handwerksbetrieben aus?  Wie können sie dabei unterstützt werden, ihre Serviceleistungen effizienter und nachhaltiger als bisher erbringen zu können?

Maßgeschneiderte, innovative und digitale Technologien (Robotik, VR, neue Wartungsmodelle auf Basis von Big Data) im Handwerk müssen vorangetrieben werden: Handwerksbetriebe sehen die Digitalisierung als große Herausforderung bzw. deren Bewältigung als problematisch an. Digitale Strukturen zur ­innerbetrieblichen Verwaltung werden zwar bereits in vielen Unternehmen genutzt, andere wesentliche Bereiche der Digitalisierung spielen im Handwerk allerdings noch kaum eine Rolle – so z. B. in der Leistungserbringung, der Automatisierung oder der Vernetzung innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Die Nutzung von Produkt-, Kunden- oder Umgebungsdaten (Internet der Dinge, Big Data, etc.) kann als Chance zur Erschließung neuer Geschäftsfelder wahrgenommen werden.

Unter welchen Voraussetzungen sind einzelne Ansätze sinnvoll? Welche Kompetenzen müssen gebündelt werden, damit Emissionswerte deutlich reduziert werden können?

Insbesondere bei der Mobilität müssen zielführende Wege zur CO2-Minderung angeboten werden. Rein batterieelektrischen Antrieben wird dabei ein hohes Potenzial zugesprochen – für die geplanten Emissionsreduzierungen reichen sie allerdings nicht aus, um als einzige ernsthaft verfolgte Maßnahme zu einer CO2-neutralen Mobilität zu gelangen. Neu entwickelte, teils mehrgängige elektrische Antriebskomponenten steigern die Leistungsfähigkeit moderner batterieelektrischer Fahrzeuge beträchtlich und verlängern die Reichweiten. Aber auch regenerative Kraftstoffe, wie „E-Fuels“, bieten erhebliches Potential. Sie können CO2-Emissionen bereits zeitnah beträchtlich senken. Und auch die Brennstoffzellen-Technologie stellt eine vielversprechende und leistungsfähige Alternative dar, die berücksichtigt werden sollte.

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